Ihre Website bringt keine Anfragen? Diese 7 Fehler sind meist schuld
Die kurze Antwort: Eine Website, die nichts bringt, ist meistens nicht „schlecht", sondern unsichtbar, unverständlich oder stellt keine Anfrage in den Vordergrund. Wir haben hunderte von Websites analysiert – hier sind die sieben Fehler, die immer wieder auftauchen.
So prüfen Sie selbst, ob eines dieser Probleme auf Ihre Website zutrifft
Bevor Sie weiterlesen: Öffnen Sie Google und suchen Sie nach Ihrem Firmennamen oder nach Ihrem Angebot + Ort. Wenn Sie sich nicht auf der ersten oder zweiten Seite selbst finden, wird es Zeit zu handeln.
Fehler 1: Kein klarer Handlungsaufruf sichtbar
Das Problem: Der Besucher soll „Kontakt aufnehmen" – aber wo ist der Button? Versteckt im Footer? Nur als kleine Emailadresse unter „Impressum"? Wer nichts explizit zum Handeln auffordert, wundert sich über keine Anfragen.
Selbsttest: Öffnen Sie Ihre Website auf dem Handy. Innerhalb der ersten 5 Sekunden sichtbar: Telefonnummer oder Button „Anfrage stellen"? Ja = gut. Nein = Problem.
Sofort-Fix: Setzen Sie die Telefonnummer oben rechts in die Navigation oder gross auf die Startseite. Ein farbiger Button „Kostenloses Angebot" oder „Termin buchen" muss sichtbar sein – nicht erst nach Scrollen.
Fehler 2: Website ist auf dem Handy nicht brauchbar
Das Problem: Ein Drittel der Besucher kommt vom Handy. Wenn Buttons zu klein sind, Text nicht lesbar ist oder Formulare auf 400px Breite nicht funktionieren, springen sie sofort ab.
Selbsttest: Öffnen Sie Ihre Website auf dem Smartphone. Können Sie mit einem Daumen alles sehen? Ist die Schrift lesbar? Funktioniert das Kontaktformular? (Tipp: Google Mobile-Friendly Test machen.)
Sofort-Fix: Wenn Ihre Website älter als 4 Jahre ist und auf dem Handy schlecht aussieht, ist ein Redesign fällig. Handy-Tauglichkeit ist nicht optional mehr.
Fehler 3: Zu viel über sich, zu wenig über den Nutzen
Das Problem: „Wir sind seit 25 Jahren im Geschäft. Wir legen Wert auf Qualität." – Der Besucher fragt sich: Und warum sollte mich das interessieren? Statt zu erzählen, wer Sie sind, erzählen Sie, was der Kundinnen und Kunden davon hat.
Selbsttest: Lesen Sie Ihre Startseite. Steht mehr über Ihr Unternehmen oder mehr über die Lösung Ihrer Kunden? Bei den meisten Websites ist das Verhältnis 70:30 – falsch herum.
Sofort-Fix: Schreiben Sie jede Sektion mit dem Kundenblick: Nicht „Wir bieten Treppenlift-Montage", sondern „Mit unserem Treppenlift gehen Sie sicher – ohne Angst vor Stürzen." Das ist eine kleine Sache, wirkt aber massiv.
Fehler 4: Keine Vertrauenssignale sichtbar
Das Problem: Ein fremder Name auf einer Website – warum sollten Sie mir trauen? Besonders bei hohereren Ausgaben oder sensiblen Themen braucht es Zeichen von Vertrauenswürdigkeit: echte Kundenfotos, Bewertungen, Zertifikate, echte Gesichter im Team.
Selbsttest: Finden Sie auf Ihrer Website innerhalb 10 Sekunden ein Foto eines echten Menschen (nicht Stock-Foto)? Eine Google-Bewertung? Ein echtes Kundenprojekt?
Sofort-Fix: Laden Sie 2–3 echte Fotos von Ihrem Team hoch. Ein Teamfoto schlägt jedes Design. Nutzen Sie Google Bewertungen auf der Website. Bei Dienstleistungen: 3–4 echte Kundenreferenzen oder Case Studies.
Fehler 5: Google sieht Sie gar nicht
Das Problem: Ihre Website ist online, aber Google findet Sie nicht. Das kann passieren, wenn: die Website kein Sitemap hat, grundlegende technische Fehler bestehen, oder die Website komplett neu ist und von Google noch nicht gecrawlt wurde.
Selbsttest: Öffnen Sie Google Search Console (kostenlos, mit Ihrem Google-Konto). Geben Sie Ihre Domain ein. Wenn es dort rot leuchtet und „nicht indexiert" sagt – das ist Ihr Problem.
Sofort-Fix: Erstellen Sie eine Google Search Console und reichen Sie Ihre Sitemap ein (jede moderne Website hat eine). Achten Sie darauf, dass Ihre Website nicht durch robots.txt oder Passwort-Schutz blockiert ist.
Fehler 6: Das Design sieht veraltert aus
Das Problem: Eine Website aus 2015 mit clipart, Comic Sans oder Flash-Elementen signalisiert: „Diese Firma ist nicht mehr zeitgemäss." Veraltetes Design wirkt wie veralteter Service.
Selbsttest: Öffnen Sie Ihre Website und die Website eines Konkurrenten, der „modern" wirkt. Der Unterschied ist gröss als 1–2 Jahre? Dann ist ein Redesign fällig.
Sofort-Fix: Ein Redesign kostet zwischen CHF 1'500 und 8'000, je nach Umfang. Das ist eine Investition, die sich rentiert – wenn die anderen 6 Fehler nicht auch noch bestehen.
Fehler 7: Kontakt ist zu kompliziert
Das Problem: Ein 10-Feld-Formular, das „Unternehmensstruktur" abfragt? Der potenzieller Kunde gibt auf. Je mehr Sie fragen, desto weniger Anfragen erhalten Sie. Ein klassisches Paradoxon.
Selbsttest: Zählen Sie, wie viele Felder Ihr Kontaktformular hat. Über 5 Felder? Zu viele.
Sofort-Fix: Reduzieren Sie auf die essentiellen Felder: Name, Telefon/Email, Nachricht. Alles andere können Sie später fragen.
Wie Sie die Fehler selbst diagnostizieren
Sie müssen kein Experte sein, um diese Probleme zu sehen. Setzen Sie sich hin und schauen Sie Ihre Website mit frischen Augen an – als wären Sie ein fremder Kunde:
- Kann ich sofort sehen, was diese Firma anbietet?
- Kann ich leicht kontaktieren, wenn ich interessiert bin?
- Sieht die Website modern aus oder altmodisch?
- Funktioniert alles auf meinem Handy?
- Vertrau ich dieser Firma? (Fotos, Bewertungen, Kontakt)
Wenn die Antwort auf mehrere Fragen „Nein" ist – Sie haben ein Problem. Die gute Nachricht: Sie wissen jetzt, was zu tun ist.
Die richtige Reihenfolge: Was Sie heute noch tun können
- Heute: Telefonnummer auf Startseite setzen (sichtbar).
- Heute: Google Search Console prüfen.
- Diese Woche: Website auf Handy testen (selbst oder mit Google Mobile-Friendly Test).
- Diese Woche: Ein echtes Teambild hochladen.
- Diese Woche: Kontaktformular auf max. 5 Felder reduzieren.
- Diese Woche: Google Unternehmensprofil erstellen (kostenlos) und verifizieren.
- In 2–4 Wochen: Planen Sie einen Redesign, wenn nötig.
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